Der Bienenschwarm
Die natürliche Vermehrung der Bienen erfolgt durch das Schwärmen. Die Hauptzeit, zu der Bienen schwärmen, liegt zwischen Mai und Juli. Im Frühsommer, wenn die Bienen viel Nektar und Pollen finden und das Wetter meist warm und trocken ist, beginnen die Honigbienen mit der Schwarmvorbereitung.
Die Bienen-Arbeiterinnen legen dazu spezielle Weiselzellen an, in die die Königinnen Eier legt. Nach 16 Tagen schlüpfen daraus neue Jungköniginnen. Doch kurz vor dem Schlupf der ersten Jungkönigin, zieht ihre Mutter, die alte Bienenkönigin, mit einem Teil des Bienenvolkes aus und überlässt den Bienenstock ihrer Nachfolgerin.
Die alte Königin verlässt schlagartig, meist zur Mittagszeit zwischen 10 und 13 Uhr, in Begleitung von tausenden Bienen (10'000 und mehr) in einer grossen Wolke den Bienenstock. Häufig geschieht dies nach einer Kalt- oder Schlechtwetterperiode. Sie sammeln sich in der Regel in der Nähe an einem Ast oder in einem Strauch. Dort legen sie eine Ruhepause ein, um sich weiter zu orientieren. Ist ein Volk frisch geschwärmt, ist es im Allgemeinen sehr ruhig und friedlich.
Von dort werden einige Bienen als Spurbienen losgeschickt, um eine passende Nisthöhle zu suchen. Haben sie einen solchen Ort gefunden, zieht der gesamte Bienenschwarm samt Königin dort ein. Meist bleibt die Bienentraube für eine Nacht hängen, bevor sie in ein neues Heim einzieht – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Während dieser Zeit kann und sollte der Bienenschwarm eingefangen werden. Werden Schwärme nicht eingefangen, gehen sie wegen der fehlenden Varroabehandlung und Futtermangel zu Grunde. Zudem gefährden sie starke, gesunde Völker, von denen sie ausgeraubt werden.